„K 3: Kultur- und Kreativ-Katalysator“ Entwicklung eines Besucherinformations- Vernetzungszentrums im Kultur- und Kreativstandort Oranienwerk

Zum Oranienwerk

Seit 2014  beheimatet das Oranienwerk zahlreiche kreative -Projekte, -Menschen, -Firmen und -Träume. Der Ort ist auf eine rein privatwirtschaftliche Initiative von Sabine Opdensteinen und Christoph Miethke entstanden. Das Potential des Oranienwerkes ist allerdings bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Eine Automatenhalle, eine Halle in der ehemals Taschenschirme hergestellt wurden und weitere Bereiche warten noch auf ihre  Entwicklung ebenso wie das bis zum Oranienburger Kanal reichende Grundstück. Insgesamt stehen im Werk etwa 5000 m2 Geschossfläche zur Verfügung, die Größe des Grundstückes beträgt etwa 1,2 ha.

 

Das K3 Projekt

Obgleich die weitere behutsame Entwicklung des Oranienwerkes stetig vorangeht, wird dem Besucher des Areals ein entscheidendes Problem sehr schnell deutlich: es fehlt eine zentrale Anlaufstelle, an der sich Besucher umfassend informieren, orientieren und aufhalten sowie die vielfältigen Potentiale der zahlreichen Nutzer nachvollziehen, bewundern oder auch erwerben können. Gerade Künstler haben häufig das Problem, dass sie zwar malen, bauen, töpfern und schaffen können; gleichwohl die Vermarktung ihrer Produkte für sie häufig eine enorme Herausforderung ist. Aber auch unabhängig davon hat ein einzelner Künstler in seinem Atelier oder in seiner Werkstatt kaum die Möglichkeit, seine Werke ansprechend zu platzieren und zu bewerben.

 

Ein sich selbst lobender Künstler kann niemals vergleichbar überzeugend über sich und sein Werk reden wie ein „unbeteiligter“ Dritter.

 

Im Rahmen des Projektes soll ein für die weitere Entwicklung des Standortes und der ansässigen Künstler entscheidender Raum geschaffen und vor allem belebt werden. Hierzu eignet sich, der bisher für wechselnde Veranstaltungen genutzte ehemalige Werkzeugbau, der ebenerdig als Querriegel einen einladenden Vorhof mit dahinterliegenden Innenhöfen und weiteren Werkräumen verbindet.

Neben der Vermarktung von Erzeugnissen der ortsansässigen Künstler und Schaffenden soll der Raum auch für Künstler im Land Brandenburg geöffnet werden, die bisher keine Möglichkeit gefunden haben, ihre Werke einem Publikum vorzustellen und zum Verkauf anzubieten. Schon jetzt existiert ein breites Netzwerk, das genutzt werden soll, um über die Vermietung von Räumen hinaus, kreativ Wirkende in die Aktivitäten des Oranienwerkes nachhaltig einzubinden.

Im Laufe von drei Jahren soll nach Umgestaltung des Werkzeugbaus eine nachhaltig sich wirtschaftlich selbst tragende Kulturstätte geschaffen werden, die zunehmend katalytisch Kultur schaffende Menschen und an Kultur interessierte Menschen zusammenbringt. Die Blickrichtung der Aktivitäten zielt hier insbesondere auf Schaffende, die am Beginn ihres Erfolges stehen. Gemeint sind hier Kulturschaffende jedweder Art.

Im Werkzeugbau soll eine Ausstellungsfläche entstehen, die über die Historie des Ortes und die Arbeiten der ansässigen Mieter informiert sowie verschiedene Produkte aus dem Oranienwerk und dessen Umgebung zum Kauf anbietet.

Im Rahmen des Projektes soll also gezielt auf die Schaffenden zugegangen werden, um den Fokus auf bis dahin nicht erschlossene Potentiale hinsichtlich einer Vermarktbarkeit zu lenken. Ziel der Partnerschaft mit den Mietern und Künstlern ist die Entwicklung ihrer wirtschaftlichen Kompetenz und ihre Unterstützung zur Erzielung von Existenz sichernden Einkünften.

Im Oranienwerk sollen auch Produkte entstehen, die im Rahmen des beantragten Projektes entwickelt, erdacht und erschaffen werden. Hierzu soll ein Oranienwerk- Branding aufgegriffen und weiterentwickelt werden, dass einerseits zum Markenzeichen für alle Beteiligten werden soll, andererseits Identifikation stiften wird und schließlich den Bekanntheitsgrad des Ortes unterstützt. 

Neben den Ausstellungen und Verkaufsangeboten sollen im neu geschaffenen ehemaligen Werkzeugbau regelmäßig Kulturveranstaltungen organisiert werden. Hierzu zählen Konzerte, Lesungen und andere Darbietungen jedweder Art, die dem Anspruch an Kultur und Gestaltung im Oranienwerk genügen. Es wird Kooperationen mit anderen Orten im Land Brandenburg geben. Ebenso besteht die Absicht einer stetigen Zusammenarbeit mit an Kultur interessierten Medien, die als Kooperationspartner gewonnen werden sollen, um ein möglichst breites Publikum zu erreichen und den Ort weiter zu beleben.

Alle für die Durchführung des Projektes erforderlichen Investitionen insbesondere für die bauliche Ertüchtigung werden von den Eigentümern Sabine Opdensteinen und Christoph Miethke finanziert und verantwortet.

Erforderlich ist die Errichtung eines Verkaufsbüros innerhalb des ehemaligen Werkzeugbaus, die Öffnung des Raumes zu beiden Höfen in Bodentiefe und die gestaltende Ertüchtigung des Raumes als Ausstellungs-, Verkaufs- und Veranstaltungsort sowie eine Terrasse im innenliegenden Hof, die im Sommer für kleine Veranstaltungen und zum Verweilen für Gäste genutzt werden kann. Hierzu werden der Tradition des Ortes entsprechend vorhandenes Material wiederaufbereitet und mit möglichst einfachen Mitteln eine bestmögliche Wirkung erzielt. Es geht also nicht darum, einen mondän und luxuriös erscheinenden Ort zu erschaffen, sondern ein charmant aber bodenständig sympathisches Ambiente zu realisieren, was neugierig macht und zum Verweilen einlädt.

Die am Ort ansässigen Nutzer sollen konzeptionell und bei Interesse wie in früheren Projekten auch bei der Ausführung eingebunden werden.

Durch das Projekt wird ein einzigartiger Raum entwickelt, der für die Kulturschaffenden in der Region Oranienburg und im Erfolgsfall auch noch weit darüber hinaus Identifikation, Bezug und Perspektive bietet und dadurch für eine enge gesellschaftliche Vernetzung von Kulturschaffenden und Zivilgesellschaft einen wichtigen und nachhaltigen Beitrag leisten wird.

Bevor die Bürger Oranienburgs sich am Wochenende nach Berlin auf den Weg machen, werden sie im Oranienwerk vorbeischauen und erstaunt den Abend in der Heimat verbringen. Nach Beendigung des auf drei Jahre angelegten Projektes wird die Basis gelegt sein für die wirtschaftlich unabhängige und eigenständige weitere Entwicklung.

Der Europäische Sozialfonds (ESF)

Der Europäische Sozialfonds (ESF) ist Europas wichtigstes Instrument zur Förderung der Beschäftigung. Er fördert die Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt, unterstützt die Menschen beim Zugang zu besseren Arbeitsplätzen und bei der beruflichen Bildung und Qualifizierung.

Im Land  Brandenburg wird mit den ESF- Förderprogrammen in der Förderperiode 2014 - 2020 das Ziel verfolgt, die Beschäftigungsmöglichkeiten zu verbessern und Bildung, Fachkräftesicherung und Integration in Arbeit zu fördern. Der ESF trägt so auch zur Armutsbekämpfung und zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts bei.

Der ESF investiert in Menschen. Er unterstützt Unternehmen und Beschäftigte bei der Qualifizierung und Fachkräftesicherung. Der ESF fördert die Chancengleichheit und den Zugang zu Beschäftigung. Er leistet so einen Beitrag zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts und zur Armutsbekämpfung.

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